Überschreitung des Verpflichtungskredits für den Neubau des Landesspitals 

Gemäss aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass der indexierte Verpflichtungskredit für den Neubau des Landesspitals überschritten wird und für eine Weiterführung des Projekts ein Ergänzungskredit beim Landtag beantragt werden muss. 


Die Projektarbeiten wurden vorsorglich gestoppt.

 

Die durch die Fachplaner nun berechneten Mehrkosten in der Höhe von rund 21.1 Mio. Franken im Vergleich zum auf einer Kostenschätzung basierenden, indexierten Kreditrahmen entstehen in erster Linie durch zusätzliche Anforderungen aus Nutzersicht und die nun präziser ermittelten Rahmenbedingungen auf dem Baugelände. Diese wurden im Vorprojekt und seit der Bewilligung des Kreditrahmens durch das liechtensteinische Volk im November 2019 eruiert. Der durch den Landtag genehmigte Gesamtbetrag von 72.5 Mio. Franken entspricht unter Berücksichtigung des Baukostenindex per Oktober 2021 einer Summe von 76.6 Mio. Franken, wobei die Teuerung zwischen Oktober 2021 und heute noch nicht berücksichtigt wurde. Aktuell wird von Gesamtkosten von 97.7 Mio. Franken für den Neubau ausgegangen.


Zur gegebenen Zeit informieren wir gerne über das weitere Vorgehen. 

Ausblick Bauprojekt

Das Neubauprojekt des Landesspitals Liechtenstein schreitet voran. Auf der Basis des Siegerprojekts des Architekturwettbewerbs haben die Verantwortlichen die Planung weiter vorangetrieben. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die medizinischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Anforderungen gestellt. Durch markante Einschnitte im Siegerprojekt, das Denken in Varianten und die konsequente Einbindung der Nutzer entstand die Planung für ein effizientes und kompaktes Gebäude. Schlussendlich ist es dem Planungsteam gelungen, die richtigen Räume, in der richtigen Grösse, der richtigen Form, am richtigen Ort zu planen.


Im nächsten Schritt zum Übergang in die Phase "Bauprojekt" sind seitens Bauherrschaft Workshops mit dem Spitalplaner sowie den Nutzern in Vorbereitung um die komplette Raumausstattung (technische sowie medizintechnische Ausstattung, Einrichtung und Anforderungen an die Materialisierung, etc.) zu definieren. Ziel ist es, bis ca. Ende August 2022 diese Detailplanung abzuschliessen. Das heisst, es ist bekannt, wie in den jeweiligen Räumen gearbeitet wird und welche Anordnung und Ausstattung diesbezüglich notwendig ist.  

Zusammenarbeit mit der Uni Liechtenstein

Bereits seit Projektbeginn besteht ein inspirierender Austausch zwischen der Universität Liechtenstein und den Projektverantwortlichen. Die Möglichkeit, vom „Praxisfeld“ und somit von Realdaten eines sehr komplexen Planungs- und Bauvorhabens bzw. vom vorhandenen wissenschaftlichen Wissen einer Universität im Land ab Beginn des Projekts gegenseitig profitieren zu können, stand im Zentrum des Interessens. 

 

In den Studiengängen Architektur und Wirtschaftsinformatik der Universität Liechtenstein haben engagierte Studierende verschiedene Themenbereiche in Bezug auf den Neubau Landesspital analysiert und in Studienprojekten Grundlageninformationen zuhanden der Verantwortlichen des Landesspitals ausgearbeitet.

Diese, in einem wissenschaftlichen Prozess erarbeiteten Erkenntnisse wurden den Architekten und Fachplanern als Grundlageninformationen zur Verfügung gestellt. 

 

Die Bauherrschaft bedankt sich für die gute Zusammenarbeit und freut sich, weiterhin der Wissenschaft das Praxisfeld „Neubauprojekt Landesspital“ zur Aufarbeitung weiterer interessanter Themen zur Verfügung stellen zu können. 

Ausstellung Planstand Vorprojekt

Damit das neue Landesspital hochfunktional und prozessoptimiert gebaut wird, sind den Mitarbeitenden im Januar 2022 die aktuellen Grundrisse im Rahmen mehrerer Ausstellungstage vorgestellt worden. 
Es wurde nochmals überprüft ob die richtigen Räume in der richtigen Grösse, in der richtigen Form, am richtigen Ort geplant wurden. 
Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass der wichtige Meilenstein die Nutzeranforderungen in Einklang mit den Architekturvorstellungen und den Wettbewerbsvorgaben (u. A. Clusteranforderungen, Raumprogramm) zu bringen, erreicht worden ist. 

Sämtliche Rückmeldungen werden eingehend geprüft und fliessen in die weitere Planung mit ein.

In den kommenden Tagen werden weitere Ausstellungen für die externen Nutzergruppen stattfinden. 

Rammsondierung und Rotationskernbohrung

Zur Erkundung der geologischen Baugrundverhältnisse führt die Dr. Bernasconi AG im November 2021 auf dem Wille Areal in Vaduz sogenannte Rammsondierungen und Rotationskernbohrungen durch. Daraus resultieren fundierte Daten, welche für das Projekt bautechnisch relevante Grundlagen hinsichtlich Stabilitäts- und Fundationsverhältnisse sowie hinsichtlich Grundwasserverhältnisse des Baugrunds bilden.

Umzug Salzsilo

Die Vorbereitungsarbeiten für den Umzug des Salzsilos auf dem Wille Areal sind abgeschlossen. 

Das Salzsilo wird vom Standort Wille Areal in Vaduz auf ein Gelände in der Nähe der Polizeistation in Vaduz gezügelt. 

Dafür wurden, unter der Leitung des Amtes für Bau und Infrastruktur, am neuen Standort Leitungen gezogen und die Bodenplatte vorbereitet. 

Ende Oktober 2021 ist  das Salzsilo Stück für Stück auseinander gebaut und zum neuen Standort transportiert worden.



Vorprojekt

Eine der grossen Herausforderung im Projekt besteht momentan darin, die verschiedenen Rahmenbedingungen wie Kosten und Termine mit den Nutzeranforderungen in Einklang zu bringen. Vereinzelt gibt es in den Abteilungen noch Optimierungspotentiale, welche in den nächsten Wochen integriert werden.  Es findet ein konstruktiver Austausch zwischen den Architekten, den Fachplanern und der Bauherrschaft statt. 
 

Verschiedene Abklärungen rund um das Wille Areal laufen auf Hochtouren. So gilt es die zukünftige Verkehrsanbindung und -situation auf dem Gelände, den Umzug des Werkhofes, die Beseitigung der Altlasten bis hin zur Bestimmung der Anflugschneise des Helikopters zu differenzieren. 



Architekturwettbewerb ist entschieden

Im Auftrag der Regierung des Fürstentums Liechtensteins hat das Landesspital in Zusammenarbeit mit der Firma Bau-Data AG aus Schaan einen anonymen Architekturwettbewerb für den Neubau des Landesspitals durchgeführt. Am 20. November 2020 hat das 11-köpfige Preisgericht das Projekt «INSPIRA» des Architekturbüros Stutz Bolt Partner AG zum Sieger gewählt.

Das Landesspital gratuliert dem Architekturbüro und freut sich auf die spannende Zusammenarbeit.

Per 01.12.21 hat das Architekturbüro seinen Namen in Diagonal Architekten AG geändert.

Workshop mit externen Nutzergruppen

In vorausschauender Weise ist anzudenken, dass nach Fertigstellung des Neubaus ein oder mehrere zusätzliche Gebäude oder auch ein Anbau auf dem Gelände erstellt werden kann. 

Die externen Nutzer haben am 30. September 2020 die Gelegenheit erhalten, im Rahmen des Möglichen, Neues mitzugestalten.

Mit der Methodik eines World-Cafés haben wir uns gemeinsam auf den Weg gemacht und zu folgenden Themen diskutiert und die Inputs abgeholt:
• Erwartungen an den Neubau des Landesspitals
• Gemeinsame Interessen jetzt und in Zukunft
• Entwicklungsmöglichkeiten (Visionen nach Bezug im Jahr 2025)
• Informationsfluss betreffend Neubau

Die Rückmeldungen werden nun beurteilt und fliessen dann im Januar in die Zusammenarbeit mit dem Siegerarchitekten ein. 

Auch Ihre Meinung ist uns wichtig! Wenn Sie Anregungen haben, kontaktieren Sie uns über neubau@landesspital.li

Externe Nutzergruppen

• Liechtensteinische Ärztekammer (LAEK)
• Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe (LAK)
• Familienhilfe Liechtenstein
• Lebenshilfe Balzers
• Rotes Kreuz Liechtenstein



• Clinicum Alpinum
• Allianzpartner Kantonsspital Graubünden (KSGR)
• Liechtensteinischer Krankenkassenverband LKV
• Labor Risch
• Krebshilfe Liechtenstein


• Verein KITA
• Volksvertretungen
• Liechtensteiner Behinderten-Verband
• Liechtensteinischer Dachverband von Berufen Gesundheitspflege
• Liechtensteiner Patientenorganisation (LIPO)

Architekturwettbewerb

Ursprünglich waren 30 Teilnehmende für den Wettbewerb vorgesehen. Nach der Präqualifikationsphase und bedingt durch Absagen nehmen 22 Architekturbüros am Wettbewerb teil. Davon sind 11 Teilnehmer direkt durch uns, die Bauherrschaft, sowie die Liechtensteinische Ingenieur – und Architekturvereinigung eingeladen worden. Die weiteren 11 Architekturbüros  aus dem naheliegenden Ausland haben sich über die Wettbewerbsausschreibung beworben. 
Im Rahmen des Wettbewerbsverfahren fand im Juni die Begehung vor Ort, auf dem Wille Areal, mit den Wettbewerbsteilnehmenden statt. Am Termin wurde erneut die Gelegenheit genutzt, um auf die Wichtigkeit der funktionalen Zusammenhänge gemäss den Betriebskonzepten hinzuweisen.
Der Wettbewerb wird ab nun anonym geführt. Das heisst wir werden bei der Einreichung der Wettbewerbspläne und den Wettbewerbsmodellen nicht wissen, welches Architekturbüro hinter den jeweiligen Entwürfen steht. Dies ist ein übliches und faires Verfahren.

Wir starten ins Bauprojekt

Derzeit befinden wir uns in der ersten Phase des Bauprojektes, in welcher der Architekturwettbewerb durchgeführt wird. Damit die 22 teilnehmenden Architekturbüros wissen, was das Landesspital für Anforderung an ihr zukünftiges Spital stellt, haben wir gemeinsam mit den internen Nutzergruppen auf 114 Seiten die Planungsgrundlagen erarbeitet. Ebenfalls sind in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vaduz, dem Amt für Bau und Infrastruktur, sowie einem Verkehrs- und Energieplaner die Perimeter für das Bauland auf dem Wille-Areal festgelegt worden. Das heisst, es konnte die Fläche, auf der schlussendlich das neue Landesspital gebaut wird, sowie die Erweiterungsfläche für die Zeit nach dem Einzug im Jahr 2025 bestimmt werden.

Ja zum Neubau

Mit grosser Freude durften wir am 24. November 2019 die Zustimmung des Volkes für den Neubau des Landesspitals entgegennehmen.

Gemeinsam haben wir diesen wichtigen und grossen Meilenstein erreicht und können nun mit diesem zusätzlichen Motivationsschub gestärkt in die Zukunft blicken.